Kàro - Bremen ist endlich Fahrradstadt

Bei diesem Rad ist vieles anders. Eigentlich fast alles. Und das ist gut so. Probiert es gerne bei uns aus.

Das "Fehlen" der Spurstange unterhalb der Ladefläche ermöglichte dem Hersteller des Rades ganz neue Wege zu gehen: die Ladefläche kann dadurch so weit nach hinten verlängert werden, dass sie nur durch den Fuß auf dem Pedal limitiert wird. Gleichzeitig spart dies erheblich Gewicht ein, denn das lange Lenkrohr, welches üblicherweise bis unterhalb der Ladefläche reicht und auch die Spurstange selbst kann eingespart werden. Die Lenkung verläuft stattdessen seilzuggesteuert durch die Rohre, welche die Transportfläche oben umrunden. Außer der Gewichtsersparnis, die das Rad auf deutlich unter 20Kg drückt, führt dies auch noch zu einer Wendigkeit, die ihresgleichen sucht. Das Vorderrad lässt sich in beide Richtungen völlig frei bewegen, sodass Rangieren des Rades ungewöhnlich leicht von Statten geht. Was (zumindest beim unbeladenen Rad) nicht wirklich nötig wäre, denn das Rad einfach hochzuheben und umzudrehen ist Dank des niedrigen Gewichts ebenfalls ein Kinderspiel. Darüber hinaus verleiht das Fehlen dieses Bauteils dem Rad noch eine Bodenfreiheit mit der man fast schon ins Gelände möchte.

Aber nicht nur konstruktionsbedingt ist dieses Rad wirklich ein "etwas anderes Lastenrad". Denn was Stathis (so heißt der Entwickler des Kàro) wirklich grundlegend anders macht als andere Hersteller, ist nichts weniger als die Wahl seines Produktionsstandortes. Denn was (nicht nur, aber gerade) die Fahrradbranche auszeichnet, ist der unangenehme Trend die Produktion immer weiter nach Osten zu verlagern um Produktionskosten zu sparen. Und Stathis? Ihn zog es von Griechenland nach Bremen. Mitsamt seiner kompletten Produktion ist er in Woltmershausen auf dem alten Brinkmanngelände untergekommen. Mit einer so einfachen wie einleuchtenden Erklärung: er wollte näher an seinen Kund_innen dran sein, nicht noch weiter weg.

Aber auch bei der Wahl seiner Materialien hat Stathis neue Wege eingeschlagen. Zwar verwendet er für die Rahmen Aluminium, wie die meisten seiner Mitbewerber auch, aber er lässt sich nicht irgendwelche aufwendigen Rohrformen herstellen, sondern verwendet standard Aluprofile, wie es sie ohnehin schon auf dem Markt zu kaufen gibt. Sicherlich sieht man das der Formensprache auch an, das Rad wirkt äußerlich etwas rustikaler als das Bullitt oder gar als sein Nachbau aus dem Hause TrioBikes. Aber es ist da dennoch in guter Gesellschaft, denn das Rad fährt sich mindestens genauso sportlich, wie seine "großen Schwestern und Brüder" und auch die Ladekapazität liegt mit 180Kg nicht hinter denen der Mitbewerber.

 

Das Kàro kommt in drei verschiedenen Ausführungen:

Es gibt die kurze Variante, welche mit etwa 235cm noch immer groß genug ist, um beispielsweise Kind und Einkäufe zu laden. Sie kostet ab 2717,00€.

 

Das lange Kàro ist mit 246cm absolut geeignet kleineren Transportern Konkurrenz zu machen, in Sachen Wendigkeit und Parkplatzsuche zieht es sogar links an ihnen vorbei. Von Emissionen und drohenden Fahrverboten müssen wir an dieser Stelle gar nicht erst reden. Es kostet ab 2830,00€.

 

Das elektrische Kàro kommt mit dem starken NeoDrive Hinterradmotor aus deutscher Produktion, welcher mit einer Spitzenleistung von 650W und einen Drehmoment von 40Nm ordentlich Druck macht und wirklich das Gefühl von dauerhaftem Rückenwind gibt.

Das elektrische Kàro gibt es ab 4,687.00€.

 

Allen drei Varianten ist gemein, dass sie mit der kompletten Shimano Deore 6000 Gruppe ausgestattet sind und somit also einen 2*10-Gang Antrieb haben. Die hydraulischen Scheibenbremsen sind aus der gleichen Gruppe und bieten hervorragende Bremsleistung.

Auch die Laufräder bestehen aus bewährtem Material. Die Felgen kommen aus dem Hause Ryde, die Naben sind ebenfalls Shimano Deore und für die Speichen wurde Sapim als Hersteller gewählt. Komplettiert werden die Laufräder durch Schwalbe Marathon Bereifung.

Den insgesamt sehr hochwertigen Charakter des Rades unterstreichen noch die komplett innenverlegten Züge und Hydraulikleitungen. Den Mehraufwand bei der Herstellung des Rahmens und der Montage des Rades scheuen die allermeisten anderen Hersteller nicht nur - aber vor allem - im Lastenradbereich.

 

Die Grundfarben des Herstellers sind schwarz, weiß, blau und grau, Sonderfarben sind auf Anfrage jedoch immer möglich.